Ein Unternehmen wird über Unterlagen verkauft. Bevor ein Käufer Sie trifft, hat er sich schon ein Bild gemacht – aus wenigen Seiten. Wer hier professionell auftritt, zieht ernsthafte Interessenten an und verkürzt den gesamten Prozess.
Die drei Stufen der Verkaufsunterlagen
Bewährt hat sich ein gestuftes Vorgehen, bei dem Informationen schrittweise und abhängig von der Vertraulichkeit freigegeben werden:
- Teaser – anonym, für die erste Ansprache
- Exposé – ausführlich, nach Unterzeichnung einer Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA)
- Datenraum – vollständige Unterlagen für die Due Diligence
Genau so funktioniert auch BetriebsBörse: Das öffentliche Inserat entspricht dem Teaser, vertrauliche Daten sehen Interessenten erst nach beidseitig unterzeichneter NDA.
Der Teaser: neugierig machen, ohne sich zu verraten
Der Teaser umfasst ein bis zwei Seiten und darf keine Rückschlüsse auf das konkrete Unternehmen zulassen. Typische Inhalte:
- Branche und grobe Region (z. B. Bundesland)
- Umsatz- und Ergebnisgröße als Spanne
- Anzahl der Mitarbeitenden
- Gründungsjahr bzw. Unternehmensalter
- Grund für den Verkauf, z. B. Nachfolge
- Besondere Stärken, etwa Stammkunden oder Spezialisierung
Das Exposé: das Unternehmen verstehen
Das Exposé (auch Informationsmemorandum) ist meist 15 bis 40 Seiten lang und beschreibt das Unternehmen umfassend:
- Geschichte, Leistungen und Alleinstellungsmerkmale
- Markt, Wettbewerb und Kundenstruktur
- Organisation und Mitarbeitende
- Finanzzahlen der letzten drei bis fünf Jahre mit Erläuterungen
- Ergebnisbereinigung und Planung
- Standort, Immobilien und Anlagen
- Vorstellungen zur Transaktion und Übergabe
Der Datenraum: alles für die Prüfung
Im Datenraum – heute meist digital – liegen die Belege. Ordnen Sie ihn nach Themen:
- Gesellschaftsrecht: Gesellschaftsvertrag, Handelsregisterauszug, Gesellschafterbeschlüsse
- Finanzen: Jahresabschlüsse, BWA, Summen- und Saldenlisten, Planung
- Steuern: Steuerbescheide, Betriebsprüfungsberichte
- Verträge: Kunden-, Lieferanten-, Miet-, Leasing- und Darlehensverträge
- Personal: anonymisierte Mitarbeiterliste, Arbeitsverträge der Schlüsselpersonen
- Recht: laufende Streitigkeiten, Genehmigungen, Schutzrechte
- Technik: Anlagenverzeichnis, Wartungsnachweise, IT
Häufige Fehler
- Unterlagen erst zusammensuchen, wenn der Käufer fragt – das kostet Vertrauen.
- Zu viele vertrauliche Details zu früh herausgeben.
- Zahlen ohne Erläuterungen liefern, sodass Sondereffekte wie Verluste wirken.
- Unrealistische Planungen, die in der Prüfung nicht standhalten.
Fazit
Gute Verkaufsunterlagen sind eine Investition, die sich in Zeit und Preis auszahlt. Prüfen Sie vorab Ihren Wert mit dem Bewertungsrechner und nutzen Sie das Inserat auf BetriebsBörse als diskreten Teaser – Ihr Unternehmen verkaufen startet mit wenigen Angaben.
Allgemeine Informationen, keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Eine individuelle Prüfung durch qualifizierte Fachleute bleibt erforderlich. BetriebsBörse vermittelt Kontakte und wickelt keine Finanztransaktionen ab.


