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Startup pitchen · #R019

Term Sheet verstehen: Die wichtigsten Klauseln für Gründer

Das Term Sheet legt die Eckpunkte einer Finanzierungsrunde fest. Welche Klauseln Gründer kennen sollten und worauf es ankommt.

Redaktion BetriebsBörse··3 Min. Lesedauer

Term Sheet verstehen: Die wichtigsten Klauseln für Gründer

Quelle: KI - Lovable

Bevor Investoren Geld überweisen, einigen sich beide Seiten auf ein Term Sheet. Es ist meist nur wenige Seiten lang, rechtlich überwiegend unverbindlich – und doch prägt es die späteren Verträge fast vollständig. Wer es versteht, vermeidet böse Überraschungen.

Wirtschaftliche Eckdaten

  • Investment und Bewertung: Höhe des Investments und Pre-Money-Bewertung bestimmen den Anteil des Investors.
  • Mitarbeiterpool: Größe und Zeitpunkt der Bildung (vor oder nach dem Investment) beeinflussen die Verwässerung der Gründer.
  • Auszahlung: Einmalig oder in Tranchen, eventuell an Meilensteine geknüpft.

Wie Pre-Money und Post-Money zusammenhängen, erklärt unser Beitrag zur Startup-Bewertung.

Liquidationspräferenz

Sie regelt, wer bei einem Verkauf oder einer Auflösung zuerst Geld erhält. Üblich ist, dass Investoren zunächst ihr eingesetztes Kapital zurückbekommen (1x). Achten Sie auf:

  • Höhe: 1x ist marktüblich, höhere Faktoren sind deutlich investorenfreundlicher.
  • Participating oder non-participating: Bei „participating" erhält der Investor zusätzlich zu seiner Präferenz auch seinen Anteil am Rest.

Verwässerungsschutz

Findet eine spätere Runde zu einer niedrigeren Bewertung statt (Down-Round), schützt diese Klausel den Investor. Die „Full Ratchet"-Variante ist sehr streng, die „Weighted Average"-Variante gilt als ausgewogener.

Vesting und Leaver-Regeln

Gründeranteile werden oft über mehrere Jahre „erdient". Verlässt ein Gründer das Unternehmen früh, muss er einen Teil seiner Anteile abgeben. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Good Leaver (z. B. Krankheit) und Bad Leaver (z. B. Pflichtverletzung) – und wie die Anteile dann bewertet werden.

Mitsprache- und Informationsrechte

  • Zustimmungsvorbehalte: Für bestimmte Entscheidungen, etwa neue Finanzierungsrunden oder große Ausgaben, braucht es die Zustimmung des Investors.
  • Beirat: Investoren erhalten oft einen Sitz im Beirat.
  • Reporting: Regelmäßige Berichte zu Zahlen und Entwicklung.

Exit-Klauseln

  • Drag-Along: Eine Mehrheit kann Minderheiten zwingen, bei einem Verkauf mitzuverkaufen.
  • Tag-Along: Minderheiten dürfen sich einem Verkauf der Mehrheit anschließen.
  • Vorkaufsrecht: Bestehende Gesellschafter dürfen Anteile zuerst erwerben.

Exklusivität und Kosten

Das Term Sheet enthält häufig eine Exklusivitätsphase, in der Sie nicht mit anderen Investoren verhandeln dürfen. Auch wer die Rechts- und Notarkosten trägt, wird hier geregelt.

Tipps für Gründer

  1. Nicht nur auf die Bewertung schauen – Präferenzen und Kontrollrechte zählen genauso.
  2. Alternativen haben: Mehrere Gespräche stärken die Verhandlungsposition.
  3. Klauseln mit einem auf Startups spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen.
  4. Szenarien durchrechnen: Was erhält jeder bei verschiedenen Exit-Werten?

Fazit

Ein faires Term Sheet ist die Basis für eine langfristige Partnerschaft mit Investoren. Eine erste Bewertungsorientierung liefert der Startup-Bewertungsrechner. Wenn Sie bereit sind, können Sie Ihr Startup auf BetriebsBörse Startup pitchen.

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