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Unternehmenskauf · #R015

Die ersten 100 Tage nach der Unternehmensübernahme

Nach der Unterschrift beginnt die eigentliche Arbeit. Wie neue Inhaber Mitarbeitende, Kunden und Lieferanten gewinnen und typische Fehler vermeiden.

Redaktion BetriebsBörse··2 Min. Lesedauer

Die ersten 100 Tage nach der Unternehmensübernahme

Quelle: KI - Lovable

Mit dem Kaufvertrag ist die Übernahme rechtlich abgeschlossen – praktisch fängt sie gerade erst an. In den ersten Wochen entscheidet sich, ob Mitarbeitende bleiben, Kunden treu sind und der neue Inhaber akzeptiert wird.

Vor dem ersten Tag: den Plan machen

Erstellen Sie gemeinsam mit dem bisherigen Inhaber einen Übergabeplan:

  • Wann und wie werden Mitarbeitende informiert?
  • Welche Kunden und Lieferanten werden persönlich besucht?
  • Welche Vollmachten, Konten und Zugänge müssen umgestellt werden?
  • Wie lange und in welcher Rolle begleitet der Vorgänger?

Woche 1–2: Mitarbeitende gewinnen

Die Belegschaft ist verunsichert, auch wenn es niemand sagt. Stellen Sie sich persönlich vor – idealerweise gemeinsam mit dem bisherigen Inhaber. Sagen Sie offen, was sich vorerst nicht ändert. Führen Sie dann Einzelgespräche, vor allem mit Schlüsselpersonen: Was läuft gut, was sollte besser werden?

Woche 2–6: Kunden und Lieferanten besuchen

Wichtige Kunden sollten Sie früh persönlich kennenlernen, am besten mit dem Vorgänger. Ziel ist Kontinuität: gleiche Qualität, gleiche Ansprechpartner, verlässliche Lieferung. Lieferanten und Bank wollen ebenfalls wissen, mit wem sie es künftig zu tun haben.

Ab Woche 1: Zahlen im Griff

  • Wöchentliche Liquiditätsplanung aufsetzen
  • Offene Forderungen und Verbindlichkeiten prüfen
  • Monatliche Auswertungen mit dem Steuerberater vereinbaren
  • Finanzierung und Tilgungspläne im Blick behalten

Woche 6–12: Zuhören, dann verändern

Viele neue Inhaber wollen schnell modernisieren. Besser ist es, zunächst zu verstehen, warum Dinge so laufen, wie sie laufen. Sammeln Sie Ideen und setzen Sie erste, sichtbare Verbesserungen um, die das Team mitträgt – etwa bessere Werkzeuge oder klarere Zuständigkeiten. Größere Umstellungen folgen nach der Eingewöhnung.

Typische Fehler

  1. Zu schnell zu viel verändern
  2. Den Vorgänger zu früh oder zu spät aus dem Betrieb nehmen
  3. Schlüsselkunden nicht persönlich besuchen
  4. Die Liquidität unterschätzen
  5. Fehlende Kommunikation – Gerüchte füllen jede Lücke

Checkliste für die ersten 100 Tage

  • Vorstellung im Team und Einzelgespräche geführt
  • Top-Kunden und wichtigste Lieferanten persönlich besucht
  • Bank, Versicherungen, Behörden informiert
  • Zugänge, Konten und Vollmachten umgestellt
  • Liquiditätsplanung eingerichtet
  • Erste Verbesserungen umgesetzt
  • Rolle des Vorgängers für die nächsten Monate geklärt

Fazit

Die ersten 100 Tage legen das Fundament für den langfristigen Erfolg. Wer zuhört, Kontinuität sichert und die Zahlen im Blick hat, gewinnt Vertrauen. Ihr passendes Unternehmen finden Sie unter Unternehmen kaufen; den Kaufpreis können Sie vorab mit dem Bewertungsrechner einschätzen.

Allgemeine Informationen, keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Eine individuelle Prüfung durch qualifizierte Fachleute bleibt erforderlich. BetriebsBörse vermittelt Kontakte und wickelt keine Finanztransaktionen ab.

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